Sinnvolle Beschäftigungen
Was?
Wie lang?
Warum? Darum!
Was kann man machen?
Alles was ohnehin genetisch veranlagt ist. Talente fördern! Apportieren, Nasenarbeit (Spurensuche / Mantrailing), Futtersuchspiele, Reizangeltraining (VORSICHT !!!!!).
Ein Reizangeltraining sollte nie ohne vorherige Anleitung durch einen geübten Hundetrainer erfolgen!! Die Reizangel ist kein Spielgerät!!
Ohne korrekte Anleitung wird der Hund zum Hetzen animiert was bei Jagdhunden dazu führen kann, dass sie auf normalen Spaziergängen kaum noch steuerbar sind.
Unter erfahrener Anleitung aber kann man aus einem passionierten, selbstständigen Jäger einen lenkbaren und brauchbaren Jagdgefährten/ Begleithund machen.
Warum beschäftigen?
Weil „arbeitslose" Hunde sonst auf dumme Ideen kommen und sich Alternativen suchen.
Außerdem verbessern gemeinsame Aktivitäten und Ziele die Beziehung und Bindung, was wiederum beim Gehorsam und der Unterordnung eine wichtige Rolle spielt.
Wie lang beschäftigen und üben?
Kurze Übungsphasen und ausreichende Erholungsphasen.
Man sollte sich daran erinnern das Wölfe oder wild lebende Hunde sich nur ca. 4 Stunden über den Tag verteilt bewegen, spielen oder jagen.
Ausdaueraktivitäten (Spazieren, Joggen, am Rad laufen), relativ lange.
Denkaufgaben und Nasenarbeit, nur kurz (ca. 10 Min.).
Beachte: Jeder Hund ist anders! Dem Hund angepasste Trainings- und Ruhephasen!
Die Übungen immer mit einem positiven Ergebnis beenden. Aufhören, wenn
es am schönsten ist!!
Anmerkung:
Aus menschlicher Sicht, ist ein normaler Spaziergang halt ein Spaziergang.
Aus Hundesicht ist ein normaler Spaziergang ein Jagdausflug!
Fast alle Hunde sind Jäger. Egal ob Katzen, Schmetterlinge, Bienen, Bällchen, Mäuse, Jogger, Wild oder andere Hunde gejagt werden. Jedes Raufen, Rennen und Schnüffeln dient dazu seine genetischen Anlagen zu schulen und Kraft und Ausdauer zu trainieren.
Es macht also Sinn, Spaziergänge auch mal etwas anders zu gestalten.
Aus Hundesicht sind wir unsportlich und haben eine schlechte Nase. Umso mehr sollten wir uns bemühen, den Spaziergang interessant zu gestalten.
Das ist nämlich meistens der Grund dafür, warum Hunde draußen „plötzlich" nicht mehr hören. Alles andere ist toller und spannender als der eigene Mensch!
Wenn nur ein oder zweimal am Tag/Woche was aufregendes auf der Hundewiese passiert (was in der Regel nichts mit dem Hundeführer zu tun hat) stellt der Hund die Ohren auf Durchzug! Wenn man sich allerdings bemüht (gelegentlich auch zum Affen macht), begreift der Hund auch sehr schnell, dass es sich lohnt zurückzukommen und mit seinem Mensch zu spielen. Dann hat man es geschafft!!
Achtung!!
Man sollte sich davor hüten einen Balljunkie aus seinem Hund zu machen, ihn zu überfordern, oder beim Agility auf Leistung und Geschwindigkeit zu pushen!
Das kann sehr schnell lästig und kontraproduktiv werden. Auch Welpen und Junghunde sollten nicht permanent bespaßt werden. Die Gefahr ist groß, sich einen Hund heranzuziehen, der diese Bespaßung ständig penetrant einfordert!
Es macht aus unserer Sicht mehr Sinn, eine ruhige und konzentrierte Teamarbeit (Mensch/ Hund) zu fördern.
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