Antijagdtraining“


Ein Antijagdtraining als Jagdverbot, ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll.
Man kann einem Hund das Jagen nicht abgewöhnen!
Jagen ist ein Instinkt, kein vorsätzliches Verhalten und außerdem selbst belohnend.
Auch ohne Erfolg zu haben, werden beim Hund Hormone ausgeschüttet, die ihm Glück bereiten.
Er ist bestrebt, dieses Glück immer wieder zu empfinden, wie bei einer Sucht!
Wir sind machtlos dagegen und es bleibt uns nichts anderes übrig, als dieses Phänomen zu akzeptieren.
Jagen gehört zu unseren Hunden dazu, genauso wie ihre Haare, Flöhe, bellen, buddeln, Exkremente und Unrat fressen oder sich darin zu wälzen.
Wir müssen darüber nicht begeistert sein, können es aber auch nicht immer verhindern.
Wenn wir unsere Hunde lieben, müssen wir diese Verhaltensweisen einfach akzeptieren, sollten uns aber große Mühe geben, zumindest das Jagdverhalten, um Probleme im Alltag oder Gefahren zu vermeiden, weitgehend steuerbar zu machen oder umzulenken.

Ein permanentes Jagdverbot führt zu Frust beim Hund und entlädt sich oft ungewollt anderweitig. Ein Verbot macht den Hund für uns weder lenkbarer noch gehorsamer! Man kann evtl. den ein oder anderen Jagdausflug verhindern, auf Dauer wird man mit seinen Verboten allerdings nur scheitern!
Deshalb ist es aus unserer Sicht sinnvoll, den Hund zu ruhiger und konzentrierter Teamarbeit zu animieren und zu erziehen.
Hunde, die mit ihrem Hundeführer (auch Nichtjäger) gemeinsam „zur Jagd“ gehen (suchen, vorstehen, anschleichen, Dummytraining, Futtersuchspiele, Reizangel usw…!) und gemeinsam Beute machen, sind körperlich und geistig ausgelastet, haben eine gute Bindung, lernen mit uns zu kommunizieren, sich an Regeln zu halten und sich unterzuordnen!

Die optimalen Bedingungen für einen zuverlässigen Gehorsam!!!

Es geht nicht darum, 4 Stunden am Tag „aktion“ zu machen, zwischen Agility, Schutzdienst, Dogdance und Obidience zu versuchen, den Hund durch eine Begleithundeprüfung zu „prügeln“, um dabei festzustellen, dass der Alltag mit dem Hund doch nicht besonders gut funktioniert!
Bei vielen „Freizeit- und Trainingsmöglichkeiten“ geht es um Dressur und nicht um Erziehung! Man kann das Eine durchaus mit dem Anderen verbinden, was aber offensichtlich nicht immer gelingt, oder Hundehaltern und auch Hundetrainern nicht immer bewusst ist.
Durch gemeinsame Jagd (Beute machen) erreicht man eine sinnvolle, körperliche und geistige Auslastung, entsprechend der Bedürfnisse, die der Hund als Beutegreifer nun einmal hat, was im Anschluss bedeutet, das der Hund völlig entspannt zu Hause auf seiner Decke liegt.
Der Hund ist zufrieden und für uns bedeutet diese Form der Erziehung und das etwas „andere Training“, gar keinen großen Aufwand.

Auf uns zu hören und zu achten, hat für den Hund plötzlich eine ganz andere Bedeutung: - Nämlich jagen zu DÜRFEN, eine Aufgabe zu erfüllen, durch Ruhe, Konzentration und Teamarbeit zum Ziel zu kommen!
15 Minuten konzentrierter „Arbeit“, erspart dem Hund stundenlange, langweilige Spaziergänge.


Warum wollen Sie einen Hund????

Vermutlich um ihre Bedürfnisse zu befriedigen!
Zum liebhaben, schmusen, um Sport zu machen, nicht alleine zu sein usw..!


Warum sollte der Hund Sie wollen????

Um brav im Körbchen zu warten bis Sie von der Arbeit kommen, gehorsam zu sein, zu schlafen, fressen und gestreichelt zu werden?


Hunde sind Jäger und keine Spaziergänger


Ihr Hund hat Bedürfnisse! – z. B. das Jagen!
Wenn diese erfüllt werden, kann man gemeinsam glücklich werden und das ist doch eigentlich alles, was wir wollen, oder??!!
Lieben und geliebt werden!

Das funktioniert allerdings bei der Hundeerziehung nicht, mit wattebauschwerfen, mit Käse und Schinken, oder einer besonders lässigen Erziehung:„möchtest du heute das rote oder braune Halsband anziehen“?
Sondern nur durch klare Strukturen!
Der Hund wird sich am ehesten dem Menschen anschließen und unterordnen, mit der stärksten Persönlichkeit und Ausstrahlung, nicht dem der die Fleischwurst um den Hals trägt! (Zumindest langfristig gesehen!!! ;)


Oft scheitert Erziehung einfach an Missverständnissen!

Lernen Sie Ihren Hund zu „lesen“! Um Hunde zu verstehen, muss man beim Wolf anfangen!
Viele Hundehalter glauben, weil Sie einen Hütehund haben oder der Hund aus Ihrer Sicht keine größeren Ambitionen zum Jagen zeigt, dass er keinen Jagdinstinkt hat!?
Dem ist aber meistens nicht so. Alle Hunde sind Beutegreifer!!
Fast alle Hunde jagen! Es kommt nur auf die Sichtweise an! Man muss sich nur einmal klarmachen, welche Verhaltensformen zum Jagen dazugehören!
Leider sind heutzutage sogar verschiedene Rassen, derart körperlich behindert, dass es ihnen gar nicht möglich ist, dieses Verhalten zu zeigen.
Nur der Hundehalter freut sich, dass sein Hund nicht jagt, - aber zu welchem Preis??!!!

Wir bieten unseren Hunden die Möglichkeit mit uns zu jagen!
Ob als Jäger oder Nichtjäger!
Einer unserer Hunde wird jagdlich geführt, der andere nicht.
Die Übungen, Spiele und Regeln sind fast identisch. Mit dem Unterschied, dass einer Wildkontakt hat, der andere nicht. Wir zeigen unseren Hunden wie es geht, nach unseren Regeln, geben Orientierung und sind Vorbild.

Das macht Spaß, bedeutet nur geringen Aufwand und macht den Hund insgesamt gehorsamer und lenkbarer (auch am Wild). Weil er sich an uns orientiert. Er betrachtet uns plötzlich als Partner und nicht mehr als einen Klotz am Bein (zu langsam, schlechte Nase, jagdlich unerfahren), der jeden Jagdversuch im Keim erstickt und mit dem man eh`nicht zum Erfolg kommt!



Es gibt keine 100%ige Sicherheit, den Hund vom Jagen abzuhalten.
Aber man kann ganz nah herankommen!
Aus unserer Sicht ist ein Antijagdtraining kontraproduktiv, vielleicht gut zu vermarkten, aber keine wirkliche Lebenshilfe für Hund und Halter.



Fazit:

Sie können das Jagen nicht abstellen und auch nicht permanent zuverlässig unterbinden!

Also machen Sie was daraus!

Ihr Hund wird es Ihnen danken!


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